Porto mit Kindern: Zwischen historischem Charme, kreativer Bohème und Douro-Flair

Auf Entdeckungstour in Porto mit Kindern!

Porto mit Kindern hat uns extrem gut gefallen. Vielleicht sogar noch ein kleines bisschen mehr als Lissabon. Die Stadt wirkt kleiner, kompakter und gleichzeitig unglaublich lebendig. Zwischen bunten Häuserfassaden, steilen Gassen und dem glitzernden Douro-Fluss liegt eine Mischung aus historischem Charme, kreativer Bohème und entspannter Flussufer-Atmosphäre, die Porto sofort besonders macht.

Viele Wege lassen sich zu Fuß entdecken, Aussichtspunkte tauchen plötzlich hinter der nächsten Ecke auf und wenn die Füße irgendwann müde werden, ist das Meer nur eine kurze Fahrt entfernt. Dazwischen liegen genau die Dinge, die eine Städtereise mit Kindern richtig gut machen. Bootstouren auf dem Douro, kleine Läden voller Handwerkskunst und natürlich viel zu viele Pasteis de Nata.

Übernachten in Porto mit Kindern

Unser perfekter Tag in Porto mit Kindern beginnt dort, wo man morgens eigentlich noch ein bisschen liegen bleiben möchte. Im charmanten Boutique Hotel Malmerendas. Schon beim Gedanken an das Frühstück im Garten springen wir allerdings ziemlich schnell aus den bequemen Betten. Serviert wird ein herrlich unkompliziertes portugiesisches Frühstück mit saftigen Croissants, frischem Brot, Aufstrichen und süßem Gebäck.

Der kleine Garten ist dabei fast noch schöner als das Frühstück selbst. Während wir gemütlich unseren Kaffee trinken, haben die Kinder genügend Platz zum Spielen. Für einen Moment fühlt sich alles ganz ruhig an, obwohl wir eigentlich mitten in der Stadt sind. Genau so starten wir gerne in einen Tag in Porto.

Hinweis: Der Link zum Boutique Hotel Malmerendas ist ein Affiliate-Link. Wenn ihr darüber bucht, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch bleibt der Preis natürlich gleich.

Azulejos im Bahnhof São Bento

Nach dem Frühstück ziehen wir los in Richtung Altstadt. Unsere Route führt uns zunächst zum beeindruckenden Bahnhof São Bento. Schon beim Betreten der Vorhalle bleiben wir stehen, denn die riesigen Wandbilder aus Azulejos erzählen Szenen aus der portugiesischen Geschichte. Tausende handbemalte Kacheln bedecken die Wände und sorgen dafür, dass man automatisch länger hinschaut als geplant.

Mit seinen hohen Torbögen und den kunstvollen Details gehört der Bahnhof zu den Orten, die man in Porto unbedingt sehen sollte. Selbst Kinder bleiben hier einen Moment stehen und entdecken immer neue Motive in den großen Kachelbildern.

Kleine Läden im Viertel Ribeira

Auf dem Weg zum Douro entdecken wir einen Laden, in dem wir problemlos eine ganze Weile verbringen könnten. Der kleine Shop MUD gehört einer Familie aus Porto, der Handwerkskunst, Naturmaterialien und gutes Design besonders wichtig sind. Alles, was hier verkauft wird, wird auch tatsächlich in Porto hergestellt.

Es gibt Taschen, Decken und sogar Fahrräder aus Holz. Jedes Stück wirkt durchdacht und gleichzeitig erstaunlich praktisch. Während wir uns durch die Regale schauen, entdecken die Kinder immer neue Dinge. Genau solche Läden machen das Viertel Ribeira so spannend.

Schlendern durch Ribeira

Das älteste Viertel von Porto eignet sich perfekt zum Schlendern. Neben kleinen Boutiquen entdeckt man hier auch den ältesten Seifenladen der Stadt oder ein kleines Schokoladenparadies. Die Gassen sind eng, bunt und voller Leben. Hinter jeder Ecke taucht wieder eine neue Kirche oder ein kleiner Platz auf.

Gerade mit Kindern macht es Spaß, sich hier einfach treiben zu lassen. Man muss nicht jeden Weg planen. Porto funktioniert am besten, wenn man einfach losläuft und schaut, wohin einen die nächste Straße führt.

Bootstour auf dem Douro in Porto mit Kindern

Nach so viel Altstadt zieht es uns hinunter zum Douro. Im Malmerendas wurde uns die 6-Brücken-Bootstourempfohlen und die Kinder sind sofort begeistert. Also steigen wir in eines der traditionellen Rabelo-Boote, mit denen früher der Portwein transportiert wurde.

Die etwa fünfzigminütige Fahrt führt entlang der bunten Häuser von Porto und Vila Nova de Gaia. Dabei fährt man unter den imposanten Brücken hindurch, die beide Städte miteinander verbinden. Für Familien ist das eine perfekte Möglichkeit, Porto einmal aus einer ganz anderen Perspektive zu erleben.

Pause am Meer im Praia da Luz

Nach der Bootstour knurren langsam die Mägen. Also beschließen wir spontan, eine kleine Pause am Meer einzulegen. Nur etwa fünfzehn Minuten später sitzen wir im Restaurant Praia da Luz direkt am Atlantik.

Mit Blick auf das Meer schmeckt das Seafood gleich noch ein bisschen besser. Während wir essen, sind die Kinder natürlich längst am Strand unterwegs. Manchmal braucht eine Städtereise genau solche Momente zwischen Stadt und Atlantik.

Portwein in Vila Nova de Gaia

Gut gestärkt machen wir uns wieder auf den Weg. Die Kinder sind glücklich vom Spielen am Strand und wir sehen unsere Chance für eine kurze Portweinprobe. Dafür überqueren wir die berühmte Brücke Ponte Luís I in Richtung Vila Nova de Gaia.

Direkt links befindet sich der kleine Weinkeller Burmester. Nach einer kurzen Einführung in die verschiedenen Portweinarten folgt die Verkostung. Am schönsten sitzt man dabei auf der Terrasse mit Blick auf die historische Brücke, die aus dem Umfeld von Gustave Eiffel stammt.

Cafés und Parks in Porto

Wer die Portweintour lieber auslassen möchte, findet in Porto viele schöne Alternativen. Die Cafés der Stadt sind erstaunlich kinderfreundlich und natürlich gibt es überall Pasteis de Nata.

Ein besonders schöner Ort für eine Pause ist Fabrica Coffee Roasters Porto. Auch der Park Jardins do Palácio de Cristal ist eine tolle Option. Zwischen großen Bäumen, Aussichtspunkten und viel Grün können Kinder herumrennen, während man den Blick über den Douro genießt.

Abendessen im KUG Kitchen Urban Garden

Den Abend lassen wir am liebsten im KUG Kitchen Urban Garden ausklingen. Das Restaurant liegt in einem großen Stadtgarten und fühlt sich eher wie eine kleine grüne Oase als wie ein klassisches Restaurant an.

Die portugiesischen Gerichte sind modern, frisch und außergewöhnlich lecker. Mit vollem Bauch und ziemlich müden Füßen laufen wir anschließend zurück ins Malmerendas. Dort wartet schon das gemütliche Bett unterm Dach auf uns.

Porto ist keine typische Familienmetropole und vielleicht funktioniert die Stadt genau deshalb so gut. Viele Wege sind kurz, überall gibt es kleine Plätze zum Durchatmen und das Meer liegt direkt vor der Tür.

Ein bisschen Stadt, ein bisschen Atlantik und ganz viele kleine Entdeckungen zwischendurch. Genau so fühlt sich ein Tag in Porto mit Kindern an.

Portugal eignet sich wunderbar für Städtereisen mit Kindern. Neben Porto lohnt sich auch ein Abstecher nach Lissabon. Die Stadt ist größer, quirliger und bekannt für ihre gelben Trams und Aussichtspunkte über den Tejo. Wer sich für einen Städtetrip nach Lissabon mit Kindern interessiert, findet unsere liebsten Tipps übrigens auch in unserem ausführlichen Guide.

Ähnliche Beiträge