Hotel trifft Therme, mit einem Gletscher als Ausblick
Während anderswo im Sommer die Straßen flirren, schwimmt man hier oben auf dem Dach in einem Pool aus Glas, und direkt vor der Nase liegt ein Gletscher. Coolcation nennt sich das offiziell, für uns ist es einfach einer der Gründe, warum das TAUERN SPA Zell am See – Kaprun zu unseren neuen Lieblingsplätzen zählt.
Dazu kommen eine 127 Meter lange Rutsche, zehn Saunen und ein Gourmet-Restaurant. Heraus kommt ein Familienhotel mit Pool, das sich nie zwischen Erholung und Spaß entscheiden musste.
Lage
Kaprun liegt im Salzburger Land, eingebettet zwischen Schmittenhöhe, Kitzsteinhorn und Zeller See, eine Autostunde von Salzburg entfernt und keine 200 Kilometer von München. Wer sonntags spontan Lust auf Berge bekommt, kann freitagabends noch losfahren.
Auch ohne Auto klappt die Anreise gut: Der Bahnhof Kaprun liegt zwei Kilometer entfernt, die Buslinie 660 hält direkt am Thermeneingang und mit der Zell am See-Kaprun Card fahren die Gäste während des Aufenthalts kostenlos mit dem Öffentlichen Nahverkehr.
Das Haus
Von außen wirkt das Haus klar und modern, mit viel Glas und ohne jeden Alpen-Kitsch, und schon bei der Anfahrt fällt der gläserne Skyline Pool ins Auge, der scheinbar auf dem Dach schwebt. Innen dann die Überraschung: Die Glasfronten ziehen sich durch fast jeden Raum, sodass die Gletscherwelt der Hohen Tauern beim Schwimmen, beim Saunieren, sogar beim Frühstück mit am Tisch sitzt. Wir nennen das gern Naturkino, weil man automatisch öfter aus dem Fenster schaut als aufs Handy.
Die Spa-Wasser- und Saunawelt misst über 20.000 m², trotzdem wirkt nichts überfüllt. Auch wenn tagsüber Thermengäste dazukommen, findet sich fast immer ein ruhiges Becken oder eine freie Liege. Das Wasser ist angenehm warm, an manchen Stellen bis zu 34 Grad.
Ganz oben, im dritten Stock, liegt der Skyline Pool selbst, Gästen ab 15 vorbehalten, mit einem Blick, der einen kurz vergessen lässt, dass man schwimmt statt fliegt, und einer eigenen Getränke- und Snackstation für die Pause zwischendurch. Wer mit kleineren Kindern reist, findet im zweiten Stock im Hotel Spa Gletscherblick ein eigenes, ebenso großzügiges Panoramabecken mit derselben Aussicht, nur eben mit Planschgeräuschen statt Stille.
Kinder Spa Kidstein
Kommen wir zu dem Teil, der Kinderaugen sofort größer macht. Das Kidstein ist ein eigener Kinderbereich, drinnen und draußen, ganz dem Wasser gewidmet. Drinnen sorgt die 127 Meter lange Röhrenrutsche für Wildwasser-Feeling mit Licht- und Soundeffekten, draußen führt eine weitere, knapp zehn Meter lange Rutsche ins Aktivbecken, gut 164 Quadratmeter groß und höchstens hüfttief.
Eine Grotte mit blubberndem Boden, Regendusche und kleinen Spritzdüsen macht aus dem Kinder-Erlebnisbecken einen Ort zum stundenlangen Verweilen, und die Kleinsten planschen separat im Indoor-Kleinkindbecken oder draußen im eigenen Kleinkinderbecken. Sandkasten, Kreativraum und Kinderkino fangen die Pausen dazwischen auf, und wer vom Plantschen genug hat, tobt sich stattdessen an einem Klettergerüst aus oder kuschelt sich mit der ganzen Familie auf breite Liegen im neuen Ruhebereich. So vergehen hier locker ganze Nachmittage.
SPA Wasser- & Saunawelt
Wer eine Pause vom Wasser braucht, findet zehn Saunen und Dampfbäder im ganzen Haus verteilt, von der Alpenkräutersauna bis zur Almwiesen-Biosauna, dazu Panoramasaunen mit Blick auf die Dreitausender. Wer lieber aktiv bleibt, findet einen Fitnessbereich mit Blick ins Grüne, und wer lieber gar nichts tut, bucht sich eine Behandlung im Alpin Vital SPA. Ehrlich gesagt reicht aber oft schon die Sauna und der Blick nach draußen.
Zimmer
Für Familien gibt es hier verschiedenste Zimmerkonstellationen, von großzügigen Zimmern für alle zusammen bis zu verbindbaren Kategorien, wenn Eltern und Kinder lieber Tür an Tür statt Bett an Bett schlafen. 2026 wurden übrigens alle Zimmer neu gestaltet.
Wenn wir euch für den Besuch ein Zimmer empfehlen dürfen, dann das Panoramazimmer Gletscherblick Plus. Es sind 48 Quadratmeter, auf denen sich niemand gegenseitig auf die Füße tritt, mit einem Bergblick, der einen morgens vom Bett aus und abends vom Balkon aus begleitet. Dazu gibt es Bademäntel für Groß und Klein und eine stets gefüllte Minibar.
Für Regentage gibt es die neue Kids-Lounge mit Mal- und Leseecke, Billard- und Kickertisch sowie einem gut gefüllten Bücherregal.
Kulinarik
Der Tag beginnt im Restaurant Lichtblick mit frisch zubereiteten Omeletts, regionalem Käse, Obst und frisch gepressten Säften. Abends folgt ein Buffet mit Hauptgang nach Wahl, dazwischen versorgt die Genussallee im Thermenbereich alle, die zwischen zwei Rutschgängen Hunger bekommen und auch die Hotelbar hat bis spät geöffnet.
Wählerische Kinder finden am Buffet trotzdem, was sie mögen, ohne dass die Eltern deshalb Abstriche machen müssen. Und für einen besonderen Abend zu zweit gibt es das FinESSEN, das Gourmet-Restaurant des Hauses, ausgezeichnet mit zwei Hauben. Ein Date-Night-Restaurant mitten im Familienurlaub, das gibt es selten.
Umgebung
Rund um Kaprun kann man sich kaum entscheiden, denn Gletscher, Stauseen, Klamm und See liegen alle in Tagesausflugsnähe. E-Bikes gibt es direkt im Haus, und in der Ferienzeit startet das hauseigene Ferienprogramm mit über 100 Sommerexpeditionen, von Rafting, Canyoning und Klettern bis zu Sonnenaufgangs-Touren mit Gletscherblick und Schatzsuchen im Nationalpark. Mit der Zell am See-Kaprun Sommercard sind viele Bergbahnen der Region kostenlos inklusive.
Hochgebirgsstauseen Kaprun
Auf rund 2.000 Metern liegen die Speicher Mooserboden und Wasserfallboden, türkis vor Dreitausender-Kulisse. Eine Staumauerführung zeigt Kindern das Innenleben einer Talsperre, und der Kinderlehrpfad „Tobi Turbi” erklärt unterwegs spielerisch, wie Natur und Technik hier zusammenspielen. Ein Ort, an dem Kinder lernen, ohne zu merken, dass sie gerade lernen.
Kitzsteinhorn & Maiskogel
Vom Ort Kaprun führt eine durchgehende Seilbahnverbindung direkt ins Gletschergebiet, mit der Gipfelwelt 3000 auf 3.029 Metern als ganzjährigem Ziel. Für jüngere Kinder ist der Maiskogel der eigentliche Star: ein Spielplatz an der Bergstation und die Ganzjahresrodelbahn „Maisi Flitzer” an der Talstation. Ein Berg, der genau weiß, für wen er gebaut wurde.
Sigmund-Thun-Klamm & Zeller See
Nur wenige Kilometer entfernt hat sich die Kapruner Ache über Jahrtausende in den Fels gegraben. Gesicherte Holzstege machen die Klamm auch mit kleineren Kindern gut begehbar. Am Zeller See warten Strandbäder, Stand-up-Paddling und Schifffahrten, dazu die Schmittenhöhe mit 360-Grad-Blick auf über 30 Dreitausender, ein Panorama, das selbst kurze Wanderungen mit Kindern lohnenswert macht.
















