Gravelbikes für Kinder: Warum uns VPACE überzeugt hat

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Dieser Beitrag entsteht in Kooperation mit VPACE. Wir dürfen die Kinder-Gravelbikes über mehrere Monate testen, auf Touren mitnehmen und im Alltag fahren. Unsere Einschätzung bleibt, wie immer bei uns, unsere eigene.

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Es gibt Momente, in denen man merkt, dass die eigenen Kinder nicht mehr hinterherfahren, sondern mitfahren. Bei uns kam dieser Moment auf einer Schotterstraße, als plötzlich nicht mehr wir das Tempo vorgaben, sondern zwei Hinterräder vor uns, die immer kleiner wurden. Dass es überhaupt so weit kommen konnte, hat viel mit einer kleinen Bike-Manufaktur vom Bodensee zu tun. Und mit einer Idee, die so einfach klingt, dass man sich fragt, warum sie so lange niemand hatte: Kinder verdienen richtige Fahrräder. Keine geschrumpften, keine schweren, keine halbherzigen. Richtige.

Heute stellen wir euch VPACE vor, die Marke, die uns mit ihren Gravelbikes für Kinder abgeholt hat wie kaum ein anderes Produkt der letzten Jahre.

Wer hinter VPACE steckt

VPACE ist keine anonyme Fahrradmarke aus dem Konzernkatalog, sondern die Geschichte eines Einzelnen, der nicht lockergelassen hat. Sören Zieher, Mediendesigner, ehemaliger Radrennfahrer und bekennender Bike-Nerd, begann 2012 in einer Kölner Garage, sein erstes eigenes 29er-Mountainbike zu entwerfen. Was als Nebenprojekt startete, wurde 2015 zum Vollzeitbusiness, zurück in seiner Heimat Ravensburg. Seit 2016 baut VPACE hochwertige Performance-Bikes für Kinder und in diesem Segment zählt die Manufaktur heute zu den führenden Anbietern im deutschsprachigen Raum.

Was uns an dieser Geschichte gefällt: Sie ist aus dem Familienalltag heraus entstanden. Zieher wollte für den eigenen Nachwuchs Räder bauen, die seinem Anspruch als Radsportler genügen. Genau diese Haltung spürt man bis heute in jedem Detail. VPACE entwickelt Komponenten, die konsequent kindertauglich sind, von der Ergonomie über die Funktionalität bis zum Gewicht. Wer den Showroom in Horgenzell bei Ravensburg besucht, merkt schnell: Hier spielen Kinderbike die Hauptsache.

Das Prinzip: keine geschrumpften Erwachsenenräder

Die meisten Kinderfahrräder auf dem Markt folgen einer simplen Logik: Man nehme ein Erwachsenenrad, verkleinere es und spare bei den Komponenten. Das Ergebnis sind Räder, die oft zehn oder elf Kilogramm wiegen, während das Kind selbst vielleicht 30 Kilo auf die Waage bringt. Umgerechnet wäre das so, als würden wir Erwachsenen ein Fahrrad von über 25 Kilogramm den Berg hochtreten. Kein Wunder, dass so viele Kinder nach der dritten Steigung die Lust verlieren.

VPACE dreht diese Logik um. Das Grundprinzip der Marke ist das sogenannte 29er-Prinzip: möglichst große Laufräder in kompakten, kindgerechten Rahmengeometrien. Kinder, die bei anderen Herstellern noch auf 20 Zoll unterwegs wären, starten bei VPACE bereits auf 24 Zoll. Größere Laufräder überrollen Hindernisse besser, laufen ruhiger und geben dem Kind spürbar mehr Fahrsicherheit, gerade wenn es schneller wird. Dazu kommt der kompromisslose Leichtbau. Die Bikes wiegen je nach Modell zwischen sieben und knapp zehn Kilogramm, und dieser Unterschied ist nicht kosmetisch. Er entscheidet darüber, ob ein Kind eine Steigung als Herausforderung erlebt oder als Zumutung.

Michl: das Gravelbike, das uns Alltag uns Ausflüge kinderleicht macht

Und dann kam Michl. So heißt das Kinder-Gravelbike von VPACE, eines der ersten echten Gravelbikes, das jemals speziell für Kinder entwickelt wurde. Als wir davon hörten, mussten wir kurz schmunzeln, denn genau dieses Rad hatte in unserem Familienleben bis dahin gefehlt. Wir sind seit Jahren dem Graveln verfallen. Diese Mischung aus Rennradgefühl und Freiheit abseits des Asphalts, aus Tempo und Naturkino, hat uns als Eltern längst gepackt. Nur unsere Kinder saßen bis dahin auf Rädern, die für diese Art des Fahrens schlicht nicht gemacht waren.

Das Michl ändert das. Es gibt das Rad in zwei Größen: das MICHL275 mit 27,5-Zoll-Laufrädern für Kinder ab etwa 1,35 Metern und das MICHL28 mit 28-Zoll-Laufrädern ab rund 1,50 Metern. Beide wiegen gut acht Kilogramm und sind damit leichter als viele Erwachsenen-Gravelbikes. Der Aluminiumrahmen mit Carbongabel ist eine eigenständige Konstruktion, die von der ersten Skizze an für junge Fahrerinnen und Fahrer gedacht wurde: verkürztes Oberrohr und Steuerrohr für eine ergonomische Sitzposition, kindgerecht kurze Kurbeln, ein kurzer Hinterbau für wendiges Fahrverhalten und ein echter Gravel-Lenker mit 18 Grad Flare, der kleinen Händen im Unterlenker mehr Kontrolle gibt und Handgelenke wie Schultern entlastet.

Bei der Ausstattung gibt es keine Kinderrad-Kompromisse. Verbaut ist eine Shimano GRX 600 mit elf Gängen, dieselbe Gravel-Gruppe, die auch an hochwertigen Erwachsenenrädern hängt, kombiniert mit hydraulischen Scheibenbremsen und Schwalbe G-One Bereifung. Das Rad ist als Kategorie 2 eingestuft, darf also auf Trails, Schotter und in schwierigerem Gelände gefahren werden. Und ein Detail, das wir besonders durchdacht finden: Das Michl lässt sich mit wenigen Anpassungen zum Rennrad oder sogar zum UCI-konformen Cyclocrosser umbauen. Ein Rad, drei Sportarten.

Das VPACE Michl im Überblick

  • Zwei Größen: MICHL275 (ab ca. 1,35 m) und MICHL28 (ab ca. 1,50 m)
  • Gewicht: rund 8 Kilogramm
  • Aluminiumrahmen mit Carbongabel, kindgerechte Geometrie
  • Shimano GRX 600, 1×11, hydraulische Scheibenbremsen
  • Kategorie 2: Asphalt, Schotter, Trails
  • Umrüstbar zum Rennrad oder Cyclocrosser
  • Deckt rund 20 cm Größenwachstum ab, also etwa zwei bis drei Jahre Fahrzeit

Warum uns die Idee dahinter überzeugt hat

Wir könnten jetzt lange über Steckachsen und Übersetzungsbandbreiten schreiben. Aber ehrlich gesagt hat uns etwas anderes für VPACE eingenommen: die Haltung, dass Kinder beim Radfahren ernst genommen werden. Wer seinem Kind ein Rad gibt, das schwer ist, schlecht schaltet und unpräzise bremst, und sich dann wundert, warum der Nachwuchs lieber zu Hause bleibt, hat das Problem falsch herum betrachtet. Es liegt fast nie am Kind. Es liegt fast immer am Material.

Wir haben das selbst erlebt, mehrfach. Wie aus Mitfahrern Mitgraveler wurden, haben wir euch in unserem Beitrag über das Radfahren mit Kindern im Burgenland schon erzählt, und wenn ihr wissen wollt, wie der Einstieg in diesen Sport als Familie gelingt, findet ihr in unserem Artikel über das Gravelbiken mit Kindern unsere ehrlichen Erfahrungen und Tipps. Was uns dabei jedes Mal aufs Neue beeindruckt: Kinder ziehen an Steigungen durch, suchen sich ihre Linien im Schotter selbst und wollen am Abend wissen, wohin es am nächsten Tag geht. Diese Verwandlung passiert nicht, weil Kinder plötzlich sportlicher werden. Sie passiert, weil das richtige Rad ihnen das Gefühl gibt, dass sie es können. Und dieses Gefühl ist Kindheitsgold.

Dazu kommt etwas, das uns als Familie, die viel und gerne draußen unterwegs ist, besonders wichtig ist: Gemeinsame Radzeit ist echte gemeinsame Zeit. Kein Bildschirm, kein Termindruck, nur der Weg, das Wetter und die Frage, wo es die beste Einkehr gibt. Ein Gravelbike öffnet dabei genau die Wege, die wir am liebsten fahren, die kleinen Schotterstraßen abseits des Verkehrs, auf denen Entschleunigung und Tempo erstaunlich gut zusammenpassen.

Warum sich die Investition in ein gutes Kinderrad lohnt

Reden wir über das Thema, das sich viele Eltern an dieser Stelle fragen: den Preis. Ein Michl kostet je nach Modell zwischen rund 1.650 und 1.800 Euro, und ja, das ist eine Ansage für ein Kinderrad. Wir finden trotzdem, dass die Rechnung aufgeht, wenn man sie ehrlich aufmacht.

Erstens die Nutzungsdauer. Die VPACE-Bikes decken nach Anpassung von Sattelstütze und Vorbau rund 20 Zentimeter Größenwachstum ab. Das bedeutet in der Praxis zwei bis drei Jahre Fahrzeit, bei einem Rad, das täglich zur Schule, am Wochenende auf Tour und in den Ferien beim Bikepacking gefahren werden kann.

Zweitens der Wiederverkaufswert, und der ist bei VPACE bemerkenswert. Gebrauchte Modelle wechseln regelmäßig für 1.300 bis 1.400 Euro den Besitzer, weil die Nachfrage nach hochwertigen Kinder-Gravelbikes das Angebot deutlich übersteigt. Wer die Differenz auf drei Jahre umrechnet, landet bei einer Art Nutzungsgebühr von gut zehn Euro im Monat. Für ein Rad, das jeden Tag gefahren wird, ist das eine andere Rechnung als der Kaufpreis auf dem Etikett. Und wer nicht verkaufen möchte, gibt das Rad einfach an das Geschwisterkind oder an befreundete Familien weiter. Diese Räder sind gebaut, um mehr als eine Kindheit zu begleiten.

Drittens die Vielseitigkeit. Durch den Umbau zum Rennrad oder Cyclocrosser wächst das Michl nicht nur mit der Körpergröße mit, sondern auch mit den Interessen. Ob euer Kind irgendwann Rennen fahren will oder einfach nur schneller am Badesee sein möchte als ihr, das Rad kann beides.

Und viertens, das ist der Punkt, der sich nicht in Euro beziffern lässt: Ein Rad, das Freude macht, wird gefahren. Ein Rad, das frustriert, steht im Keller. Die teuerste Anschaffung ist am Ende immer die, die nicht genutzt wird.

Für wen VPACE das Richtige ist

Ganz ehrlich eingeordnet: VPACE ist nichts für Familien, die ein Rad für gelegentliche Sonntagsrunden auf dem Radweg suchen. Dafür gibt es günstigere Lösungen, und das ist völlig in Ordnung. VPACE ist für Familien gemacht, die das Radfahren als gemeinsames Erlebnis begreifen. Für Eltern, die selbst gerne fahren und ihre Kinder mitnehmen wollen, auf Tagestouren, auf Schotterwegen, vielleicht irgendwann auf die erste Bikepacking-Reise. Für Kinder, die schneller, weiter und selbstständiger fahren wollen, als ihr bisheriges Rad es zulässt.

Wenn ihr euch unsicher seid, welches Modell passt: VPACE bietet auf der eigenen Website einen ausführlichen Ratgeber zur Größenfindung, und im Showroom in Horgenzell am Bodensee sind Probefahrten und persönliche Beratung möglich. Gerade bei einer Investition in dieser Größenordnung lohnt sich der Weg dorthin, am besten verbunden mit einem Familienwochenende am See.

Last but not least: Selten hat uns eine Marke so konsequent abgeholt wie VPACE mit der Idee, echte Gravelbikes für Kinder zu bauen. Nicht, weil wir Technik-Nerds wären, sondern weil dahinter ein Versprechen steht, das wir aus vollem Herzen teilen: Kinder, die gutes Material bekommen, entdecken das Draußensein aus eigenem Antrieb. Bei uns hängen die Helme inzwischen griffbereit neben der Haustür, und die Frage am Wochenende lautet nicht mehr ob, sondern wohin. Mehr kann ein Fahrrad ehrlich gesagt nicht leisten.

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