Familienurlaub im Tessin im Reka-Feriendorf Lugano-Albonago

Familienurlaub im Tessin: Ferien mit Pool und Kinderbetreuung über dem Luganersee

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Sechs Schwimmzüge bis zum Beckenrand. Arme auflegen, einmal durchatmen, schauen. Unter uns Lugano am Hang. Davor der Lago di Lugano, dahinter der Monte San Salvatore. Dazwischen Palmen, die keinen Zweifel daran lassen, dass die Schweiz an dieser Stelle bereits ins Italienische kippt.

Die Kids interessiert das herzlich wenig. Sie sind längst zurück im flachen Teil des Beckens und nehmen die Rutsche zum dritten Mal in Folge.

Was uns am Reka-Feriendorf Lugano-Albonago gefällt: Drumherum wartet das wunderschöne Tessin mit seinen Bergen, seinem Licht und seinem Tempo, im Feriendorf drinnen gibt es Ferien, bei denen man wenig organisieren muss und sich selbst die Eltern wirklich entspannt zurücklehnen können.

Das Reka-Feriendorf liegt am Hang des Monte Brè, oberhalb der Stadt. Sieben Häuser stehen um den sogenannten Dorfplatz mit der Pergola herum, dazu Spielflächen, ein Restaurant, der Kinderclub und ein Pool, dessen Aussicht man so schnell nicht vergisst.

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Lage

Als Erstes fällt einem hier die Hanglage auf. Gewohnt wird nicht in der Stadt, sondern ein gutes Stück darüber. Schon ab dem ersten Morgen lernt man das zu lieben, nämlich mit dem Kaffee auf dem Balkon, während unten Lugano langsam in Gang kommt. Hinter dem Haus beginnt der Kastanienwald des Monte Brè, vorne liegen See und Berge.

Weit weg ist die Stadt trotzdem nicht. Die Bushaltestelle liegt direkt vor der Anlage und ins Zentrum dauert es kaum länger als eine Viertelstunde. Noch lieber sind wir allerdings in die alte Standseilbahn gestiegen. Albonago ist eine der Zwischenstationen der Funicolare Monte Brè: Nach oben geht es in wenigen Minuten auf den Gipfel, nach unten über Suvigliana bis hinunter nach Lugano-Cassarate. Die obere Sektion fährt im Halbstundentakt, im Sommer auch abends noch.

Moderne Ferienwohnungen

Albonago funktioniert nach einem anderen Prinzip als ein Familienhotel. Man bezieht kein Zimmer, sondern ein Apartment. Insgesamt 49 Wohnungen mit 2,5 bis 4,5 Zimmern gehören zur Anlage, dazu kommen zwei Hotelzimmer. Alle stammen aus dem Neubau, der zwischen 2020 und 2022 entstanden ist.

Viel helles Holz, klare Linien, große Fenster, dazu ein Zuschnitt, der offensichtlich von Leuten geplant wurde, die selbst mit Kindern verreisen. Nichts wirkt improvisiert oder nachträglich untergebracht, was in Ferienwohnungen ja durchaus vorkommt.

Unsere Wohnung war richtig großzügig mit Balkon Richtung Lugano. Dazu ein Wohn- und Essbereich, in dem man auch zu viert bequem sitzt, getrennte Schlafzimmer und eine vollständig ausgestattete Küche mit Geschirrspüler, Kühlschrank, Backofen und genug Töpfen für eine ordentliche Portion Pasta.

Praktisch fanden wir außerdem die Klimaanlage, die im Tessiner Hochsommer für entspannte Nächte sorgt.

Wer mit Baby oder Kleinkind anreist, kann Hochstuhl, Kinderbett, Wickelauflage, Babybadewanne und sogar einen Kinderwagen dazubuchen, kostenlos und je nach Verfügbarkeit. Auch Hunde sind willkommen, allerdings nur in ausgewählten Wohnungen und gegen Gebühr.

Zwei Details, die selten in Beschreibungen auftauchen und uns wichtig erscheinen: Zwanzig der Wohnungen sind barrierefrei gebaut, ebenso die Wege und Außenbereiche der Anlage. Eine Waschküche mit Waschmaschinen und Trocknern gibt es ebenfalls, sie ist gegen Gebühr nutzbar.

Spielplatz und Osteria

Die sieben Ferienhäuser stehen rund um einen zentralen Dorfplatz mit Spielplatz, Tischtennis, Bänken und Terrasse. Die Kids ziehen selbst im Kleinkindalter selbstständig los, die Eltern trinken ihren Kaffee zu Ende und haben den Nachwuchs trotzdem bestens im Blick. Besonders beliebt ist der Wasserlauf zum Anstauen und Umleiten.

An diesem Platz liegt auch die Osteria, ein Selbstbedienungsrestaurant im Grotto-Stil mit Plätzen drinnen und draußen unter der Pergola. Dort gibt es Frühstück, Abendessen, einen Espresso zwischendurch, ein Gelato für die Kids oder ein Glas Merlot, während man noch ein paar Seiten im Buch liest. Auf der Karte stehen Pizza, Pasta und Tessiner Klassiker. Reservieren muss man nicht. Man entscheidet einfach morgens, ob abends in der Wohnung gekocht wird oder ob man in der Osteria isst. Frühstück und Halbpension lassen sich schon bei der Buchung dazunehmen, einen Brotservice gibt es gegen Gebühr.

Plantschen mit Postkartenblick

Am Infinity-Pool erkennt man Albonago auf jedem Bild wieder. Er sieht nicht nur gut aus, er ist auch praktisch gebaut. Während wir am Rand stehen und auf den See schauen, sind die Kids in den flacheren Kinderbecken unterwegs, mit einer kleinen Rutsche und genug Platz zum Herumtoben. Aussicht für die Großen, Wasser in Plantschhöhe für die Kleinen und beides so vereinbar, dass Eltern und Kids die Abkühlung gleichermaßen genießen. Geöffnet ist der Poolbereich in der Saison von April bis Ende Oktober.

Wenn langsam Schwimmhäute wachsen, liegt der Spielplatz ein paar Schritte weiter. Fußball, Tischtennis und Boccia gehören ebenfalls dazu, und gleich hinter der Anlage beginnen die Wanderwege am Monte Brè.

Rekalino Kinderclub und Wellness

Zum Feriendorf gehört der Rekalino Kinderclub für Kinder von zwei bis vierzehn Jahren. Die stundenweise Betreuung ist unter der Woche im Preis bereits enthalten und nach Altersgruppen aufgeteilt. Die Kinder basteln, spielen, bewegen sich, sind unter anderen Kindern. Und wir haben ein paar Stunden, in denen wir tun, worauf wir Lust haben.

Meistens war das: nicht viel. Einmal der kleine Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und Ruheraum, den man als Private Spa für jeweils anderthalb Stunden exklusiv buchen kann, gegen Gebühr. Eine schöne gemeinsame Wanderung auf den Monte Brè oder ein kleiner Bummel durch die Innenstadt von Lugano.

Wichtigstes Urlaubsdokument: das Ticino Ticket

Beim Check-in bekommt jeder Gast das Ticino Ticket in die Hand. Damit fahrt ihr im ganzen Kanton kostenlos mit Bus und Bahn, und bei Bergbahnen, Schifffahrt, Museen und Bädern zahlt ihr rund 20 bis 30 Prozent weniger.

Für eine Woche ohne Auto könnte das kaum besser passen. Morgens hinauf auf den Monte Brè, am nächsten Tag nach Lugano, dazwischen eine Fahrt mit dem Schiff über den See, ein Bummel durch die Altstadt, unterwegs ein Gelato und am späten Nachmittag zurück an den Pool.

Was rund um das Feriendorf sonst noch auf euch wartet, haben wir in unseren Ausflugszielen rund um Lugano für euch gesammelt.

Wer oder was ist eigentlich Reka?

In der Schweiz kennt Reka jedes Kind, in Deutschland kaum jemand. Dabei steht hinter den Feriendörfern eine Idee, die uns bemerkenswert vorkommt. Die Schweizer Reisekasse entstand 1939 als Genossenschaft ohne Gewinnabsicht, mit dem Ziel, Ferien für Familien bezahlbar zu machen. Heute gehören zahlreiche Feriendörfer und Ferienwohnungen dazu, und ein Teil der Erträge fließt in die Reka Stiftung Ferienhilfe, die Familien mit kleinem Budget vergünstigte Ferien ermöglicht.

Deshalb ist Reka für uns mehr als ein Vermieter von Ferienwohnungen. Statt möglichst viel Luxus bekommt man eine gute Grundlage für Ferien: ordentliche Unterkünfte, Platz, Angebote für Kinder und genug Luft für alles andere. Dass daran nichts altmodisch sein muss, führt Albonago sehr überzeugend vor. Wie so ein Feriendorf im Hochgebirge aussieht, lest ihr in unserem Beitrag über das Reka-Feriendorf Zinal im Wallis.

Und wenn ihr noch mehr Ideen sucht: Alle unsere Lieblingsplätze in der Schweiz findet ihr hier gesammelt.

Via Albonago 61
6962 Viganello
Schweiz

Website:
www.reka.ch

Preis pro Woche:
ab 1089 Franken für eine 4-köpfige Familie (Stand: August 2026)

Nachhaltigkeit:

  • Neubau nach SIA-Effizienzpfad Energie, überwiegend als Holzbau
  • Eigener Solarstrom, die Anlage sieht man vom Panoramapool aus
  • Freiwilliger Klimabeitrag bei der Buchung, den Reka verdoppelt
  • Anlage und 20 Wohnungen barrierefrei, mobiler Lift am Pool

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Reka und Schweiz Tourismus entstanden.

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