Mit der Familie auf den Fjell-Gipfel im finnischen Lappland
In Zusammenarbeit mit Salla ⋅ Rethinking North, co-finanziert durch die Europäische Union.
Die Schneemobile stehen bereit, wenn man bei Arctic Circle Safaris in Salla ankommt. Davor gibt es aber eine gründliche Einweisung. Fahrphysik auf Schnee, Abstände, was im Notfall zu tun ist. Die Guides nehmen sich Zeit dafür, und man merkt, dass das kein Pflichtprogramm ist, sondern dass sie wirklich möchten, dass alle sicher unterwegs sind und trotzdem das Beste mitnehmen. Wer möchte, bekommt auch Thermoanzüge, Handschuhe und warme Winterboots zum Ausleihen dort.
Dann geht es los. Und nach den ersten paar Minuten im Wald, hat man das Schneemobil auch schon gut unter Kontrolle. Und die Kinder jauchzen auf dem Rücksitz fröhlich mit.
Wohin die Tour führt
Das Ziel der Safari ist der Ruuhitunturi-Fjell, einer der schönsten Aussichtspunkte der gesamten Region rund um Salla. Die Route führt durch verschneiten Birkenwald, an zugefrorenen Seen vorbei und über offene Lichtungen, die im März unter einem Himmel liegen, der eine eigene Sprache spricht. Oben am Gipfel angekommen steht man vor einem manchmal sogar komplett eingeschneiten Aussichtsturm, der in dieser weißen Stille fast unwirklich wirkt. Der Blick geht weit über den Polarkreis, an klaren Tagen bis nach Russland.
Das Gelände und die Geschwindigkeit sind für Familien gut verträglich, die Guides fahren voraus und setzen das Tempo. Keine Hektik und keine Action-Atmosphäre. Die Snowmobiles werden bis zu 40 km/h schnell, aber dank der warmen Kleidung und dem Helm mit Schutzvisier, merkt man davon wenig.
Wie die Kinder mitfahren
Die Schneemobile sind Zweisitzer, Kinder fahren also direkt mit den Eltern auf dem Schneemobil mit und sitzen dabei hinter ihnen. Das gibt auch den Kleineren das Gefühl, wirklich dabei zu sein, nicht irgendwo hinten drangepappt, sondern mittendrin. Die Guides entscheiden vor Ort, welche Kombination am besten passt, und nehmen sich dabei kurz Zeit für jeden.
Unsere Kinder wollten nach der Einweisung eigentlich lieber selbst fahren. Die Enttäuschung darüber hielt genau bis zur ersten Kurve im Wald an. Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass die Kinder nach der Safari eine Runde mit einem Schneemobil für Kinder drehen, auf einer extra dafür angefertigten Strecke.
Pause am Fjell: Lagerfeuer und Rentiersandwich
Auf dem Weg zum Gipfel hält die Gruppe an einer Schutzhütte mitten im Wald. Das Feuer brennt bereits, als man ankommt, der Guide packt den Pulkka (sein Anhänger am Schneemobil) aus und plötzlich steht eine typisch finnische Pause vor einem: heißer Kaffee und Tee, Rentiersandwiches, Gebäck, draußen die Winterstille. Man wärmt die Hände, schaut in die Flammen, und das Einzige, was einen von hier wegbewegt, ist die Aussicht, die noch vor einem liegt.
Die Wege: präpariert, ausgeschildert und gut geführt
Die Tour führt auf eigens ausgeschilderten und präparierten Schneemobil-Wegen, die sich durch den Wald und über offene Flächen schlängeln. Die Strecke wechselt ständig: Mal geht es geradeaus durch eine lange Lichtung, wo das Schneemobil richtig Fahrt aufnimmt und man zum ersten Mal versteht, warum Kinder auf dem Rücksitz anfangen zu jubeln. Mal geht es bergauf, um eine Kurve oder ein Stück bergab, und dann wird das Tempo automatisch gedrosselt.
Der Guide fährt voraus und gibt dabei durchgehend klare Handzeichen, bevor sich die Strecke verändert. Man weiß immer, was kommt. Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht aber einen großen Unterschied, gerade wenn man zum ersten Mal auf einem Schneemobil sitzt und noch ein Kind hinter sich hat. Man fährt nie ins Ungewisse, sondern immer mit dem Gefühl, gut begleitet zu sein.
Mehr erleben in Salla
Neben der Snowmobile Safari gibt es noch weitere Erlebnisse, die euren Aufenthalt besonders machen. Eine Rentier-Safari gehört im Winterurlaub in Lappland ebenfalls dazu, genauso, wie ein besuch im Salla Nationalpark. Für einen Überblick über weitere Aktivitäten rund um Salla schaut hier vorbei: Tipps für den Winterurlaub in Salla.











