Auf Schmugglerpfaden über die Entenlochklamm
Werbung
Eine Schmugglerkarte in der Hand, Stempel sammeln, durch den Wald und am Ende über eine Hängebrücke, die ziemlich viel höher ist, als man vermutet. Auf dem Schmugglerweg Klobenstein waren jedenfalls ziemlich schnell die Kinder vorneweg. Nicht, weil sie so schnell wandern, sondern weil hinter jeder Kurve wieder etwas Neues gewartet hat.
Im Herbst kommt noch eine dicke Schicht Laub dazu, die unter den Schuhen raschelt und den Weg ziemlich bunt macht. Dazwischen wartet immer wieder ein Blick auf die Tiroler Ache. Bis nach Klobenstein sind es rund vier Kilometer. Zurück geht es entweder auf demselben Weg oder mit dem Bus.
Los geht’s: Mit Schmugglerkarte und Hörspiel
Bevor es losgeht, holt ihr euch im Veranstaltungszentrum Kössen die Schmugglerkarte. Unterwegs gibt es mehrere Stationen, an denen darauf gestempelt wird.
Wer die Geschichte noch ein bisschen weiterdrehen möchte, kann sich vorher das Hörspiel in der Locandy App herunterladen. Dann werden die Kinder selbst zu Schmugglern, bringen Waren über die grüne Grenze, lösen Rätsel und versuchen, den Zöllnern aus dem Weg zu gehen. Wenn alles geschafft ist, wartet im Tourismusbüro Kössen eine kleine Überraschung.
Nur an den Akku denken. Ein Hörspiel, das mitten im Schmugglerabenteuer schlappmacht, wäre schließlich ziemlich unpraktisch.
Die Geschichte dahinter ist übrigens tatsächlich passiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden über diesen Weg Zigaretten, Kaffee, Rum und sogar ganze Käselaibe über die Grenze geschmuggelt.
Über die Teufelsstiege in den Wald
Wir sind am Veranstaltungszentrum Kössen gestartet. Dort könnt ihr kostenlos parken. Von hier geht es erst einmal durchs Dorf, vorbei am Giesweinladen, über die Brücke und anschließend rechts am Wasser entlang. Irgendwann taucht links die Eisentreppe auf. Die Teufelsstiege.
Wer mit kleineren Kindern unterwegs ist, kann auch direkt an der Teufelsstiege parken. Das kostet zwar etwas, dafür spart ihr euch rund zehn Minuten Weg durchs Dorf.
Oben angekommen wird es erst einmal ruhiger. Der Weg führt ziemlich entspannt durch den Wald, bevor es ein kurzes Stück hinauf und wieder hinunter zur ersten Aussichtsplattform geht. Kurz danach kommt schon die zweite. Und von dort könnt ihr die Hängebrücke und weiter unten bereits das Gasthaus Klobenstein sehen.
Die Hängebrücke über die Entenlochklamm
Bis zur Hängebrücke sind es dann noch gut zehn Minuten. 33 Meter lang ist sie, ziemlich schmal und vor allem höher, als wir erwartet hatten.
Von hier oben lässt sich auch schon die zweite Hängebrücke weiter hinten in der Klamm entdecken. Auf der anderen Seite der Brücke haben wir erst einmal eine Pause am Wasser gemacht und Steine übers Wasser hüpfen lassen. Bis irgendwann der Hunger größer war als der Ehrgeiz.
Also weiter zum Gasthaus Klobenstein. Dort gab es bei uns ausnahmsweise keine Kaiserschmarrnmission, sondern Zwetschgendatschi. Und der war so gut, dass wir die Pause ziemlich großzügig ausfallen lassen würden.
Zurück mit dem Bus oder zu Fuß
Für den Rückweg habt ihr zwei Möglichkeiten: denselben Weg wieder zurücklaufen oder den Bus ab der Haltestelle Klobenstein nehmen. Mit der Kaiserwinkl Card ist die Fahrt kostenlos.
Allerdings fährt der Bus nicht besonders regelmäßig. Wir würden deshalb nicht erst nach der Wanderung schauen, wann der nächste kommt, sondern die Zeiten schon vorher über die Live-Fahrplanabfrage des Kaiserwinkl checken und die Runde danach planen.
Begehbar ist der Weg in der warmen Jahreszeit. Wir mochten ihn besonders im Herbst: buntes Laub unter den Füßen, die Ache neben dem Weg und zwischendrin immer wieder dieser Blick in die Klamm. Unsere Lieblingsplätze und Ausflugsziele im Kaiserwinkl mit Kindern findet ihr hier gesammelt.












