Im Wald von Kössen kommt die Familie ins Gleichgewicht
Ein Waldweg, 22 Stationen und jede Menge Möglichkeiten, sich auszuprobieren: Im Motorikpark Kössen wird der Spaziergang durch den Wald zur kleinen Bewegungstour für die ganze Familie.
Auf gut anderthalb Kilometern geht es über Seile und Balken, an Kletterelementen vorbei und durch verschiedene Übungen, bei denen Gleichgewicht, Koordination und Geschicklichkeit gefragt sind. Die Kinder waren dabei ziemlich schnell von Station zu Station unterwegs. Wir Eltern haben dagegen an der einen oder anderen Stelle gemerkt, dass Balancieren gar nicht immer so leicht ist, wie es bei den Kids aussieht.
Der Eintritt ist frei, die Runde lässt sich entspannt in ein bis zwei Stunden gehen und am Ende waren sich bei uns alle einig: Hier hätten wir noch länger bleiben können.
Von der Dehnoase bis ins Spinnennetz
Keine Station gleicht der anderen. Mal geht es über Seile und Balken, mal an einer Kletterwand entlang, dann wird geschwungen, gesprungen oder das Gleichgewicht auf die Probe gestellt. In der Dehnoase geht es um Beweglichkeit, im Spinnennetz sind schnelle Füße und Koordination gefragt.
Dazwischen führt der Weg immer wieder durch den Wald. Mal geht es durch schattiges Grün, dann öffnet sich der Wald zu einer kleinen Lichtung. Die Stationen sind bunt gestaltet und so unterschiedlich, dass es auch nach der zehnten Übung noch etwas Neues zu entdecken gibt.
Hinter dem Konzept steht der österreichische Sportwissenschaftler Dr. Roland Werthner. Jede Station ist so angelegt, dass unterschiedliche Muskeln und Fähigkeiten gefordert werden. Für die Kinder fühlt sich das allerdings weniger nach Sportprogramm und mehr nach Spielen an. Und genau das macht die Runde so angenehm.
Die ganze Bergbande auf dem Parcours
Das Schöne am Motorikpark: Hier muss niemand am Rand stehen und zuschauen. Die Übungen sind für Kinder und Erwachsene gedacht. Und spätestens beim Balancieren über die Seile merkt man, dass die Kleinen den Großen nicht automatisch etwas voraus haben.
Bei uns wurde daraus ziemlich schnell ein kleiner Familienwettkampf. Wer kommt am weitesten? Wer bleibt am längsten auf dem Balken? Und wer muss zuerst wieder von vorne anfangen? Die Kinder hatten dabei ziemlich eindeutig die Nase vorn.
Für alle 22 Stationen solltet ihr etwa ein bis zwei Stunden einplanen. An jeder Station hängt eine Anleitung, sodass ihr direkt seht, was zu tun ist. Und wenn euch eine Übung zu wacklig oder zu anspruchsvoll erscheint, lasst ihr sie einfach aus. Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.
Parkplatz Mooslenz und ein Tipp zur Route
Geparkt wird am Parkplatz Mooslenz am Ortsausgang von Kössen Richtung Walchsee. Mit der Kaiserwinkl Gästekarte ist das Parken dort kostenlos, ohne Gästekarte kostet es 5 Euro für bis zu vier Stunden. Am Parkplatz gibt es außerdem ein kostenloses WC.
Weil der Motorikpark so nah an der Straße Richtung Walchsee liegt, lässt er sich prima als letzter Stopp vor der Heimfahrt einbauen. Noch einmal durch den Wald, klettern, balancieren und ein bisschen Energie loswerden, bevor es ins Auto geht. An heißen Tagen ist der Schatten angenehm, nach Regen solltet ihr entsprechend mit rutschigen Wegen rechnen.
Wenn das Wetter gar nicht mitspielt, ist der Trampolinpark Zahmer Kaiser die passende Indoor-Alternative. Und alle unsere Ausflugsziele im Kaiserwinkl mit Kindern findet ihr hier gesammelt.







