11 Touren, die auch kleine Beine lieben
Folgt in Berchtesgaden einfach dem Wasser, dann findet ihr fast von allein die schönsten Wege. Es tost durch enge Klammen, sammelt sich in Seen, die in einem fast unwirklichen Türkis liegen, und stürzt am hinteren Ende des Königssees 470 Meter in die Tiefe, als höchster Wasserfall Deutschlands. Wer mit Kindern in Berchtesgaden wandern möchte, hat damit den besten Verbündeten schon dabei: Wo ein Bach zum Steinestapeln einlädt, stellt der Nachwuchs keine Fragen mehr nach der Reststrecke.
Rund um Deutschlands einzigen Alpen-Nationalpark liegen Schluchten, Almen und Aussichtsgipfel so dicht beieinander, dass für jede Tagesform und jedes Alter etwas dabei ist. Wir nehmen euch mit auf unsere elf liebsten Touren, von der ebenen Seerunde mit Buggy bis zum ersten Gipfel, den größere Kinder selbst erklimmen. Dazu alles, was die Planung leicht macht: Anreise, Parken, beste Zeit und was in den Rucksack gehört. Packt die Brotzeit ein, den Rest übernimmt das Tal.
Kurz vorweg: So wird der Wandertag mit Kindern gut
In den Bergen zählt die Tagesform mehr als jede Kilometerangabe. Plant großzügig Zeit für Steinmännchen, Salamandersuche und ein Eis am Kiosk ein, dann wird aus der Strecke auch für die Kids ein Erlebnis. Fast alle unserer Lieblingsrunden führen ans Wasser, weil genau das bei Kindern immer zieht. Und weil das Bergwetter launisch ist, gilt für jede dieser Touren dieselbe Grundregel: Wetter immer im Blick behalten und am besten auch die Kids im Zwiebellook kleiden.
1. Wimbachklamm in Ramsau: das kurze Naturwunder mit langer Geschichte
Zwischen Watzmann und Hochkalter hat sich der Wimbach eine Schlucht gegraben, die auf nur rund 200 Metern alles zeigt, was Kinder an Bergen lieben. Über schmale Holzstege geht es direkt an den Felswänden entlang, und von allen Seiten stürzt Wasser in feinen Wasserfällen herein. An heißen Tagen sprüht es bis auf den Weg, im Frühjahr donnert es. Schon 1847 wurde der Steig für Besucher geöffnet, davor arbeiteten hier die Holztrifter, die das Holz durch die Klamm schwemmten.
Wer mehr will, hängt den fast ebenen Weg durchs Wimbachtal bis zum Wimbachschloss dran, einem ehemaligen Jagdschloss der Wittelsbacher, das heute als Berggasthaus einkehren lässt. Dahinter öffnet sich das Wimbachgries, eine weite Geröllwüste mit fast mondartiger Stimmung, in der das Wasser unterirdisch fließt. Haltet unterwegs die Augen offen, mit etwas Glück zeigt sich ein Alpensalamander.
Länge: rund 2 km (bis Wimbachschloss ca. 90 Min pro Weg) | Klamm selbst: ca. 20 Min · Kinderwagen: in der Klamm nein, der parallele Talweg ja | Gut zu wissen: Eintritt rund 4 Euro, Kinder unter 7 frei, gezahlt mit einer Wertmünze am Automaten beim Wimbachlehen | Geöffnet meist Mai bis Anfang November, morgens und am späten Nachmittag am ruhigsten.

2. Zauberwald am Hintersee: Kraxeln zwischen Riesenfelsen
Vor rund viertausend Jahren löste sich am Hochkalter ein gewaltiger Bergsturz, zwölf bis sechzehn Millionen Kubikmeter Fels polterten ins Tal, stauten die Ramsauer Ache zum Hintersee auf und hinterließen eine bis zu vierzig Meter dicke Schicht aus Blöcken. Aus dieser Katastrophe wurde einer der schönsten Orte der Region: der Zauberwald. Moosüberzogene Felsbrocken liegen wie Hinkelsteine kreuz und quer, dazwischen schlängelt sich der Pfad über Stege und Wurzeln. Kinder klettern auf die Steine, bauen Dämme in der Ache und suchen ganz von allein nach Trollen und Waldfeen, während Infotafeln die Entstehung erklären.
Kombiniert den Zauberwald mit der Runde um den Hintersee, dessen glasklares Wasser Watzmann und Hochkalter spiegelt. Am frühen Morgen liegt der See oft spiegelglatt, dann gehört euch die Kulisse fast allein.
Länge: Zauberwald-Lehrpfad ca. 2 km, Seerunde (Prinzregent-Luitpold-Weg) ca. 2,5 km | Dauer: je rund 1 Std | Kinderwagen: die Seerunde ja, der Zauberwald mit Stufen und Wurzeln nein | Gut zu wissen: Parken in Ramsau rund 5 Euro bis vier Stunden, 8 Euro am Tag. Bus 846 ab Berchtesgaden.

3. Malerwinkel am Königssee: der sanfte Einstieg mit Postkartenblick
Der Malerwinkel ist der freundlichste Weg in die Königssee-Welt. Der breite Rundweg schlängelt sich vorbei an alten, dunkel geteerten Bootshäusern zu jenem Aussichtspunkt, den schon vor über hundert Jahren die Landschaftsmaler für sich entdeckten. Der Blick auf den smaragdgrünen See und die weiße Wallfahrtskirche St. Bartholomä ist der Lohn. Mit etwas Glück hört ihr das berühmte Trompeten-Echo, das die Bootsführer über das Wasser schicken.
Weil der Weg im Winter geräumt und gestreut wird, funktioniert diese Runde auch in der kalten Jahreszeit, wenn der See still und fast menschenleer daliegt.
Länge: ca. 3,4 km | Dauer: ca. 1 Std 15 Min | Kinderwagen: ja, gut geeignet | Gut zu wissen: Start am Parkplatz Königssee, unterwegs lädt das Café Malerwinkel zur Rast.

4. Obersee und Fischunkelalm: unsere schönste Wanderung überhaupt
Wenn wir eine einzige Tour empfehlen dürften, wäre es diese. Mit dem leisen Elektroboot geht es rund fünfundvierzig Minuten über den Königssee bis zur Endstation Salet, dann führt ein breiter, ebener Weg in wenigen Minuten zum Obersee. An windstillen Morgen spiegelt sich die ganze Bergwelt so klar im Wasser, dass Kinder wie Eltern erst einmal stehen bleiben. Am Ufer wird der Pfad schmaler, führt über Wurzeln und ausgetretene Stufen, an einer Felswand hilft ein Drahtseil.
Am Ende wartet die Fischunkelalm, auf der schon seit 1486 gesennt wird und die zwei Sennerinnen von Mitte Mai bis Mitte Oktober bewirtschaften. Wer noch Kraft hat, läuft eine gute halbe Stunde weiter zum Röthbachfall, mit 470 Metern der höchste Wasserfall Deutschlands. Gleich nebenan stürzt der Landtalfall, der zweithöchste des Landes, ins Tal.
Dauer: ab Salet ca. 30 Min zur Fischunkelalm, weitere 30 Min zum Röthbachfall | Kinderwagen: bis zum Obersee ja, danach nur mit Kraxe | Gut zu wissen: Bootstickets vorab online sichern und das erste Boot nehmen, sonst wird es an den Engstellen eng. Ein besonderes Schauspiel ist der Almabtrieb Mitte Oktober, wenn die geschmückten Tiere per Boot über den See kommen.

5. Klausbachtal: das Tal der Adler und Almen
Vom Hintersee zweigt eines der stillsten Täler des Nationalparks ab, und es ist ein einziger Entdeckerpfad. Schon am Eingang steht das Klausbachhaus, ein liebevoll wiederaufgebautes Bauernhaus von 1757, in dem eine interaktive Ausstellung vom Almleben erzählt. Drinnen dürfen Kinder eine lebensgroße Kuh melken, draußen wartet ein kleiner Naturerlebnisbereich. Von hier führt ein nahezu ebener Weg am Bach entlang, gerahmt von den zackigen Mühlsturzhörnern, die man auch Ramsauer Dolomiten nennt.
Nach etwa 3,5 Kilometern erreicht ihr die 55 Meter lange Hängebrücke, die nach einem Felssturz neu und barrierefrei gebaut wurde und für Kinder ein kleines Abenteuer ist. Das Tal trägt seinen Beinamen zu Recht: An der Steinadler-Beobachtungsstation lässt sich die Thermik der Greifvögel verfolgen, und im Winter kommt bei der Wildfütterung mit etwas Glück Rotwild ganz nah an die hölzerne Aussichtsgalerie.
Länge: ca. 3,5 km bis zur Hängebrücke, zurück gehts mit dem AlmErlebnisbus | Kinderwagen: bis zur Brücke ja, danach steiler | Gut zu wissen: Start am Nationalpark-Infozentrum Klausbachhaus

6. Soleleitungsweg: wo Kinder in die Geschichte des weißen Goldes spähen
Diese Tour ist Bergwissen zum Anfassen. Zweihundert Jahre lang floss durch Berchtesgaden die Sole, das salzhaltige Wasser, das dem Land seinen Reichtum brachte. Ab 1817 leitete es der geniale Ingenieur Georg von Reichenbach über den Bergrücken bis nach Bad Reichenhall, durch durchbohrte Baumstämme, die sogenannten Deicheln. Seine Pumpe in Ilsank hob die Sole 356 Meter in die Höhe und war zu ihrer Zeit die größte Maschine der Welt. Sie steht heute noch im Salzbergwerk.
Auf dem gut ausgebauten Weg vom Salzbergwerk durch das alte Nonntal hinauf zum Lockstein führt ein kühner Holzsteg an der Felswand entlang zur Reichenbach-Nische mit weitem Blick über die Stadt. Für Kinder ist es die perfekte Mischung: Am Bauernhof Weinfeld gibt es einen kleinen Streichelzoo, wo für einen Euro Biofutter bereitsteht, gleich daneben zeigt eine Schaustelle die alten Holzröhren. Bänke laden immer wieder zum Verweilen ein, und am Ende sind es vom Hotel Kronprinz nur wenige Minuten zum Haus der Berge.
Dauer: Teilstück Salzbergwerk bis Haus der Berge rund 60 Min | Kinderwagen: über die etwas flachere Variante machbar, sonst mit Trage

7. Märchenpfad Bischofswiesen: Wandern auf den Spuren der Gebrüder Grimm
Wenn ein einfacher Waldspaziergang plötzlich zum spannendsten Erlebnis des Tages wird, dann liegt das meistens an einer guten Geschichte. Am Naturbad Aschauerweiher in Bischofswiesen holen sich die Kinder einen kostenlosen Rätsel-Flyer, dann geht es hinein in den lichten Wald am Maximilians-Reitweg. An liebevoll geschnitzten Holzfiguren begegnen euch Aschenputtel, Dornröschen und Rotkäppchen, und an jeder Station sammeln die Kleinen Hinweise für ein großes Rätsel. Die Fragen sind so gestaltet, dass auch Vorschulkinder ohne Lesekenntnisse mitraten können. Hier gibt es alle Infos zum Märchenpfad.
Wer alle Stationen löst, bekommt am Ende eine kleine Belohnung. Und der schönste Abschluss wartet gleich am Start: Der Aschauerweiher ist das größte Naturbad Deutschlands, mit Sprungfelsen, einer Pirateninsel samt Hängebrücke und Watzmann-Blick von der Liegewiese. Aus dem Wanderkind wird spätestens hier ein glückliches Wasserkind.
Länge: ca. 2,5 km Rundweg | Dauer: ca. 45 Min · Kinderwagen: breite Waldwege, weitgehend machbar | Gut zu wissen: Rätsel-Flyer und kostenlose Parkplätze am Naturbad Aschauerweiher, auch mit dem WatzMobil erreichbar. Bei jedem Wetter begehbar.

8. Wichtelweg zum Zinkenstüberl: sieben Stationen bis zur Belohnung
Am Rossfeld beginnt ein Weg, der eigens unter dem Motto Kinder, Natur, Wandern gestaltet wurde, und man merkt es sofort. An sieben Wichtel-Stationen lösen die Kinder kleine Aufgaben, mal geht es um den Kompass, mal um das Leben im Wald, mal um eine knifflige Frage. So flitzt selbst der größte Wandermuffel hochmotiviert den breiten Schotterweg hinauf, immer das nächste Rätsel im Blick.
Oben auf 1.323 Metern wartet das Zinkenstüberl mit regionalen Schmankerln, einem kleinen Streichelzoo mit Hasen und dem Hausschwein Herkules und, als Belohnung für alle fleißigen Wichtel, einem Eis und einer Urkunde. Wer mag, saust anschließend mit der längsten Sommerrodelbahn Salzburgs, dem Keltenblitz, ins Tal und lässt sich vom Sessellift wieder hinauftragen.
Länge: ca. 4 km, rund 186 Höhenmeter | Dauer: ca. 1,5 Std · Kinderwagen: nein, stellenweise steil | Gut zu wissen: Start am kostenlosen Parkplatz an der Rossfeldpanoramastraße, festes Schuhwerk empfohlen, beste Zeit Mai bis Oktober.
9. Natur-Erlebnisweg Bischofswiesen: kleine Naturforscher unterwegs
Für neugierige Kinder, die schon gern selbst entdecken, ist dieser Rundweg ein Volltreffer. An acht Stationen erzählen schön illustrierte Tafeln von den unterschiedlichen Lebensräumen rund um den Aschauerweiher, vom Sumpfwald über die Feuchtwiese bis zur mageren Tratte. Die Texte stellen echte Fragen und überraschen mit Aha-Momenten: dass die Brombeere in einem Sommer bis zu acht Meter wächst, dass das Mädesüß sich mit dem Wirkstoff des Aspirins gegen Angreifer wehrt, oder dass die uralten Ahorne am Hochgartdörfl grüne Bärte aus Moos und Flechten tragen.
Der Weg führt vorbei an der alten Siedlung Hochgartdörfl mit ihren denkmalgeschützten Bergbauernhöfen aus dem 17. Jahrhundert und bleibt dabei angenehm eben. Praktisch: Er startet am selben Ort wie der Märchenpfad, sodass ihr an einem Tag die Märchenwelt und den nächsten die Naturforscher-Runde nehmen könnt, mit Badepause zwischendurch.
Länge: ca. 2,7 km Rundweg | Dauer: ca. 1 Std · Kinderwagen: nahezu eben, weitgehend machbar | Gut zu wissen: Einstieg an jeder Station möglich, Wander-Flyer und kostenlose Parkplätze am Naturbad Aschauerweiher.
10. Jenner: Bergerlebnis mit Seilbahn, Murmeltieren und Kaiserschmarrn
Am Jenner nimmt euch die Seilbahn die meisten Höhenmeter ab. In bodentief verglasten Gondeln schwebt ihr von Schönau auf 630 Metern über die Mittelstation hinauf zur Bergstation auf 1.800 Metern, allein die Fahrt ist für Kinder schon ein Erlebnis. An der Mittelstation wartet ein großer Abenteuerspielplatz zum Klettern und Toben, von hier führt der fast ebene Königsweg zur Königsbachalm. In den Wiesen ringsum leben Murmeltiere, deren Höhleneingänge oft nur wenige Meter neben dem Weg liegen, der Nationalpark bietet dazu geführte Murmeltier-Wanderungen für Familien an.
Oben an der Bergstation lohnt der einfache 360-Grad-Rundweg, dazu gibt es die höchstgelegene Nationalpark-Infostelle und die Panoramaterrasse der Jenneralm. Ein Teller Kaiserschmarrn mit Blick auf das Watzmann-Massiv ist der passende Abschluss. Wer eine kurze Runde sucht, geht von der Bergstation über die Mitterkaseralm zum Carl-von-Stahl-Haus und wieder zurück.
Dauer: kurze Runde ab Bergstation ca. 1,5 Std | Kinderwagen: eingeschränkt, im Almgelände abschnittsweise | Gut zu wissen: Fahrplan und Preise der Jennerbahn vorab prüfen. Praktisch ist das kombinierte See-Gipfel-Ticket mit Schifffahrt und Bergfahrt.

11. Almbachklamm bei Marktschellenberg: wild, lang und voller Wasser
Zum Abschluss die eindrucksvollste unter den Klammen. Über 2,8 Kilometer zieht sich die Almbachklamm durch den Fels, mit hohen Wasserfällen, tosenden Gumpen und schmalen Stegen. Gleich am Eingang dreht sich die historische Kugelmühle, in der seit Jahrhunderten aus grobem Marmor kleine Kugeln geschliffen werden, allein vom Wasser angetrieben. Ein Schauspiel, das Kinder lange fesselt.
Wer die ganze Runde geht, kommt am Sulzer Wasserfall und der Theresienklause vorbei und kehrt über den Weiler Ettenberg mit seiner idyllischen Wallfahrtskirche zurück. Diese Tour braucht etwas Kondition, belohnt aber mit dem wildesten Klammerlebnis der Region.
Länge: ca. 2,8 km durch die Klamm | Kinderwagen: nein | Gut zu wissen: Festes, rutschfestes Schuhwerk ist Pflicht.
Beste Reisezeit für eine Familienwanderung in Berchtesgaden
Von Mai bis Oktober zeigt sich Berchtesgaden von seiner freundlichsten Seite: Die Klammen sind geöffnet, die Almen bewirtschaftet, das Wasser lockt. Der Frühsommer punktet mit sattgrünen Wiesen und wenig Andrang, der Spätsommer mit warmen Badepausen an Bach und See. Im Winter bleiben die Klammen aus Sicherheitsgründen geschlossen, dann kommen die flachen Seerunden, die Wildfütterung im Klausbachtal und die Rodelhänge am Jenner zu ihrer besten Zeit.
Ein Tipp gilt zu jeder Jahreszeit: Startet früh. Königssee, Hintersee und die Klammen sind gegen Mittag beliebt, am frühen Morgen habt ihr die schönsten Plätze fast für euch.
Praktisches: Parken, Tickets und Anreise
Rund um die beliebten Ziele gibt es bewirtschaftete Parkplätze, in Ramsau gelten kommunale Tarife von rund 5 Euro bis vier Stunden und 8 Euro am Tag. Am Königssee kostet der Parkplatz je nach Saison, mit der Gästekarte aus eurer Unterkunft wird es spürbar günstiger. Wer öfter in die Region kommt, für den lohnt sich der Jahresparkschein.
Die Bootstickets über den Königssee solltet ihr im Voraus online buchen, gerade die Fahrten nach Salet sind schnell ausverkauft. Vieles lässt sich auch ohne Auto erreichen: Der Bus 846 bringt euch von Berchtesgaden zum Hintersee und zur Wimbachklamm, der ALMErlebnisBus erschließt das Klausbachtal, und der Watzmannexpress verbindet Salzburg mit der Region.
Was in den Rucksack beim Wandern in Berchtesgaden mit Kindern gehört
Bergwetter ist launisch, deshalb packen wir immer für zwei Jahreszeiten. Bewährt haben sich Regenjacke und eine warme Schicht, auch bei Sonnenschein am Morgen, dazu Sonnenhut und Sonnencreme, denn auf den Almwegen und am Weg zum Röthbachfall gibt es kaum Schatten. Feste Schuhe mit Profil sind Pflicht, weil die Holzstege in den Klammen von der Gischt oft feucht und rutschig werden.
Für die Kleinsten lohnt sich eine gute Kraxe, mit der ihr auch die Wege abseits der kinderwagentauglichen Runden geht. Und weil kleine Bergsteiger unterwegs immer hungrig werden: genug Wasser, eine ordentliche Brotzeit und ein kleines Extra für den Gipfelmoment.
Häufige Fragen zum Wandern mit Kindern in Berchtesgaden
Ab welchem Alter kann man in Berchtesgaden mit Kindern wandern? Für Babys und Kleinkinder eignen sich die flachen, kinderwagentauglichen Runden am Hintersee, am Malerwinkel und im Klausbachtal, ideal auch mit Kraxe. Ab etwa fünf Jahren macht der Zauberwald mit seinen Kletterfelsen großen Spaß. Erste kleine Gipfel wie der Grünstein gelingen trittsicheren Kindern ab dem Grundschulalter.
Welche Wanderungen sind kinderwagentauglich? Der Prinzregent-Luitpold-Weg um den Hintersee, der Malerwinkel-Rundweg, der Weg ins Klausbachtal bis zur Hängebrücke sowie der breite Weg vom Salet bis zum Obersee. In den Klammen selbst geht es wegen Stufen und Stegen nur zu Fuß oder mit der Kraxe.
Almbachklamm oder Wimbachklamm mit Kindern? Die Wimbachklamm ist kurz, leicht und perfekt für einen ersten Klammbesuch mit kleinen Kindern. Die Almbachklamm ist länger, wilder und beeindruckender, dafür braucht ihr etwas mehr Kondition. Wer beide Zeit hat, geht am besten in beide.
Was tun bei schlechtem Wetter? Das Haus der Berge, das Bildungszentrum des Nationalparks, und das Salzbergwerk mit der historischen Reichenbach-Pumpe sind zwei wunderbare Ziele für Regentage, an denen Kinder trotzdem viel entdecken.
Berge, die Familie können
Berchtesgaden mit Kindern zu erwandern heißt, Natur in ihrer schönsten Form zu erleben, ohne dass jemand überfordert wird. Vom Zauberwald bis zum Obersee, von der ersten Alm bis zum ersten Gipfel: Für jedes Alter und jede Tagesform ist eine Tour dabei. Sucht euch für den Anfang eine leichte Runde aus, lasst euch von Wasser, Fels und Almwiese treiben, und plant genug Zeit für die kleinen Entdeckungen am Wegrand ein. Genau die bleiben am Ende in Erinnerung. Wer noch Tipps für Unterkünfte und Ausflüge sucht, kann sich von unseren Top 10 Tipps in Berchtesgaden inspirieren lassen.



